Wörterbuch-Börse-Investionsmöglichkeiten-Vermögen-A-Z

Willkommen im Wörterbuch

Börse, Investition und Vermögen – komplett von A – Z

Hier findest du zahlreiche Wörter rund um das Thema Börse, deinen Investitionsmöglichkeiten für deinen Vermögensaufbau einfach erklärt. Klicke im oberen Teil der Seite auf den Buchstaben, der dich interessiert – und du wirst direkt dorthin geleitet. Viel Spaß und neue Erkenntnisse!

Schneller finden

Klicke auf den Anfangsbuchstaben des gesuchten Wortes!

Oder gehe direkt zum Anfang des Wörterbuchs!

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

X

Y

Z

Y

Z

1

Aktie = Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen, welches an der Börse ist. Wenn Du eine Aktie kaufst, gehört Dir ein kleiner Teil dieser Firma. Macht die Firma Gewinne und schüttet Dividenden (also Gewinnbeteiligungen) aus, bekommst Du einen Teil des Gewinns ab. Arbeitet diese Firma profitabel steigt gleichzeitig der Börsenwert der Firma an. Das kommt daher, weil diese Aktie für einen größeren Anlegerkreis interessanter wird – sprich an Attraktivität gewinnt. Mehr Menschen wollen diese Aktie haben, bei gleichbleibender oder fallender Anzahl an Aktien die verkauft werden sollen. Nach dem Prinzip – Angebot und Nachfrage – steigt der Preis, bzw. der Wert der Aktie an. . Du kannst also auch auf diese Weise an einer Aktie verdienen.⠀

Aktienindex = Ein Aktienindex ist eine besondere Form des Index. Von einem Aktienindex gibt es sehr viele auf der Welt. In Deutschland ist z. B. der DAX so ein Aktienindex. Der DAX gibt die aktuelle Entwicklung der darin enthaltenen 30 Aktien an. Es lässt sich daran die aktuelle Stimmung der Anleger einschätzen und ist in den Medien immer wieder zum Thema gemacht. Wie genau das berechnet wird ist relativ kompliziert und je nach Aktienindex unterschiedlich.

Siehe auch: DAX

Angebot = Ein Angebot wird von einer Person – zum Beispiel einem Anbieter – herausgegeben / kommuniziert. Die Person legt dabei die Bedingungen fest, zu denen er bereit ist, z. B. Produkte zu liefern, Dienstleistungen zu erbringen etc. Vereinfacht gesagt, ist im Bereich der Börse der Börsenkurs ein durch die Börse festgestelltes Angebot. Oder du legst einen Betrag fest, den du bereit bist maximal zu bezahlen bzw. auf jeden Fall haben möchtest – sprich du legst ein Limit in den Markt. Dann kann man das auch als ein Angebot an andere Händler verstehen. Du bist bereit, zu diesem Kurs zu kaufen oder zu verkaufen und machst den anderen also ein Angebot. Du legst die Bedingung (den Preis) fest.⠀⠀

Siehe zum Vergleich: Nachfrage
2

Baisse = Das Wort Baisse wird verwendet, wenn Aktienkurse anhaltend (also über einen längeren Zeitraum) sinken. Es kommt aus dem französischen und bedeutet „Rückgang, Abnahme“.

Siehe zum Vergleich: Hausse

Bär = Ein „Bär“ ist ein Anleger an der Börse, der der Meinung ist, dass die Aktienkurse fallen werden. Also nutzt er Instrumente um bei fallenden Kursen Gewinn zu machen. Das klingt für einige sicherlich überraschend. Geld verdienen wenn die Aktienkurse fallen? Das sind aber durchaus gängige Strategien und wird in der Praxis oft gemacht. Warum heisst das so ? Der Bär stellt sich auf die Hinterbeine und schlägt mit seiner Pranke von oben nach unten zu. Dies symbolisiert die fallenden Aktienkurse.

Siehe zum Vergleich: Bulle

Bärenfalle = Ein Bär setzt auf fallende Kurse. Diese Vorhersage kann tatsächlich so kommen und der Anleger sieht sich in seiner Meinung bestätigt. Er setzt weiterhin auf fallende Preise und kann damit Verluste erleiden. Denn bei einer Bärenfalle kommt es nur zu einem kurzen Abschwung (sprich Preisrückgang). Danach steigen die Preise wieder deutlich an. Es ist sozusagen nur ein Antäuschen.

Siehe zum Vergleich: Bullenfalle

Boom = Ein Boom ist eine Börsenphase, welche sich durch (stark) steigende Börsenkurse und hohe Umsätze auszeichnet.⠀⠀

Börse = Die Börse ist vergleichbar mit einem Marktplatz. Hier werden nter anderem Wertpapiere, wie Aktien oder Rohstoffe gehandelt. Dabei kann man zwischen einer Wertpapierbörse und einer Warenbörse unterscheiden. Die Preise richten sich dabei nach Angebot und Nachfrage.

Siehe auch: Leitbörse, Präsenzbörse

Briefkurs = Der Briefkurs ist der Kurs bzw. Preis, für den Anleger bereit sind, eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren zu verkaufen. Der Briefkurs richtet sich also auch nach Angebot und Nachfrage.

Siehe zum Vergleich: Geldkurs

Broker = Broker ist ein englischer Ausdruck für Makler/Vermittler/Zwischenhändler. Der Broker nimmt deinen Auftrag zum Beispiel zum Kaufen von Aktien entgegen und führt diesen Auftrag an der Börse aus. Die Aktien bucht er dir anschließend in dein Depot. Für seine Dienstleistung erhält der Broker Gebühren – sprich eine Prämien/ Provision. Ohne einen solchen Vermittler kannst du auch keine Aktien an der Börse kaufen. Du kannst nicht selbst bei der Börse direkt anrufen und dort Aktien bestellen.

Siehe zum Vergleich: Trader – siehe auch: Courtage

Bruttosozialprodukt = Man rechnet den Wert aller Güter/Produkte zusammen, die in einem Jahr produziert worden sind. Ebenfalls rechnet man den Wert aller Dienstleistungen zusammen, die in dem gleichen Jahr erbracht worden sind. Beides zusammen gerechnet ergibt das Bruttosozialprodukt des jeweiligen Jahres.

Buchgewinn = Der Buchgewinn ist ein theoretischer Wert, den du bekommen würdest, wenn du deine Aktien zu diesem Zeitpunkt verkaufst. Im Detail: Bei einem Buchgewinn kaufst du deine Aktien günstiger ein als sie aktuell wert sind. Du bist also mit dem Kauf sofort im Gewinn – weil du mehr Geld beim Verkauf wieder bekommen würdest, also du beim Kauf gezahlt hast. Solange du nicht wirklich verkaufst, hast den Gewinn nur theoretisch. Man sagt auch dazu: Du hast den Gewinn noch nicht realisiert. Würden die Aktienkurse wieder fallen, fällt auch der Buchgewinn – denn bei einem Verkauf wäre dein Gewinn weniger.

Siehe zum Vergleich: Buchverlust

Buchverlust = Der Buchverlust ist ein theoretischer Wert, den du bekommen würdest, wenn du deine Aktien zu diesem Zeitpunkt verkaufst.Im Detail: Bei einem Buchverlust kaufst du Aktien – wobei der  Aktienkurs zwischenzeitlich gefallen ist. Deine Aktien sind im Minus, also weniger wert als was du bezahlt hast. Würdest du deine Aktien jetzt verkaufen, hättest Du einen Verlust realisiert (gemacht). Tust Du das nicht, hast du nur einen Buchverlust, also einen theoretischen Verlust. Steigen die Aktien wieder hast du auch weniger Verlust oder keinen Verlust mehr.

Siehe zum Vergleich: Buchgewinn

Buchwert = Der Buchwert ist ein Ausdruck für Privatanleger. Der Buchwert ist der Wert deiner Wertpapiere zum jetzigen Zeitpunkt. Das was du an Geld jetzt bekommst, wenn du jetzt alles verkaufen würdest.

Bulle = Ein „Bulle“ ist ein Anleger, der optimistisch ist und mit steigenden Börsenkursen rechnet. Entsprechend legt er sein Geld an der Börse an. Warum dieser Begriff? Bulle wurde vor ein paar hundert Jahren geprägt. Ein Bulle stößt mit seinen Hörnern von unten nach oben zu. Das soll die steigenden Kurse darstellen.

Siehe zum Vergleich: Bär

Bullenfalle = Ein Bulle rechnet mit steigenden Kursen. Dies kann tatsächlich so kommen und der Anleger sieht sich seiner Meinung bestätigt. Er setzt weiterhin auf steigende Preise und kann damit Verluste erleiden, wenn es nur ein kurzer Aufschwung war und in der Folge die Preise wieder deutlich fallen. Sozusagen ein Antäuschen.

Siehe zum Vergleich: Bärenfalle
3
Courtage = Courtage ist eine Maklergebühr, welche für die Vermittlung von Börsengeschäften fällig wird. Inwieweit diese Maklergebühr verlangt wird und wie hoch diese ist, hängt von der jeweiligen Bank ab. Oft ist es ein gewisser Prozentsatz vom Kurswert. D.h. wenn du für 10.000 € Aktien kaufst, dann musst du einen vorher festgelegten Prozentsatz dieser 10.000 € an Maklergebühr bezahlen.

Siehe auch: Broker
4

DAX = Der DAX ist der Deutsche Aktienindex. Im DAX sind die 30 größten Firmen Deutschlands enthalten. Die Größe richtet sich nach der Marktkapitalisierung. Der DAX gibt einen guten Überblick über die aktuelle Entwicklung der 30 größten Firmen.⠀

Siehe auch: Aktienindex

Depot = Das Depot kann man vergleichen mit einem Konto bei einer Bank. Auf diesem Depot kannst du deine gekauften Aktien „lagern“. Sie werden dort hinein gebucht und du kannst sie dort sehen und auch die Aktienkursentwicklung ablesen. Beim Verkauf werden sie wieder ausgebucht, sprich aus dem Depot entfernt. Fast so wie mit Geld auf dem Girokonto. Im Endeffekt ist es eine reine Computerbuchung. Das hat den Vorteil, dass du extrem schnell kaufen oder verkaufen kannst. Im Gegensatz zu früher, wo die Aktien in Papier ausgeliefert wurden.

Siehe auch: Depotauszug, Depotgebühren

Depotauszug = Der Depotauszug ist eine Übersicht über all deine Wertpapiere – die sich in deinem Depot befinden. Der Anbieter, zum Beispiel die Bank – wo du dein Depot eröffnet hast, erstellt dir regelmäßig dieses Verzeichnis oder auf Anforderung. Darin enthalten sind Angaben wie Stückzahl, Kurswert, Gesamtwert des Depots, Wertentwicklung etc.)

Siehe auch: Depot, Depotgebühren

Depotgebühren = Depotgebühren fallen an, wenn du Aktien oder sonstige Wertpapiere kaufst und diese auf deinem Depot, (deinem Konto) gutgeschrieben werden. Die Bank verwahrt und verwaltet deine Wertpapiere. Das läuft alles elektronisch ab. Für diese Dienstleistung verlangt die Bank Gebühren. Diese nennt man u. a. Depotgebühren. Wie hoch die jeweiligen Depotgebühren sind und wie diese berechnet werden, hängt von der jeweiligen Bank ab. Je niedriger diese Gebühren sind desto mehr Rendite wirst du mit deinen Wertpapieren machen.⠀

Siehe auch: Depot, Depotauszug

Dividende = Die Gewinnausschüttung einer Aktiengesellschaft (AG) nennt man Dividende.

Das bedeutet: Wenn du Aktien kaufst, dann bist du an dieser Firma (deren Aktien du hast) beteiligt. Macht diese Firma Gewinn, dann bekommst du einen Anteil an dem Gewinn ab. Wie hoch dieser Anteil ist bzw. ob überhaupt Dividende ausgeschüttet wird, wird in der Hauptversammlung entschieden.

Viele nutzen diese Strategie der Dividendenauszahlung, um sich ein „passives Einkommen“ zu generieren. Je mehr Dividendenaktien du gekauft hast, desto mehr Geld kannst Du erwarten. Die Ausschüttung findet in Deutschland in der Regel einmal im Jahr statt – in den USA hingegen jedes Quartal.

Siehe auch: Quartalsdividende
5

Edelmetalle = Edelmetalle sind Metalle, die korrosionsbeständig sind, das heißt die in natürlicher Umgebung unter Einwirkung von Luft und Wasser dauerhaft chemisch stabil sind. Aufgrund dieser Stabilität sind Gold und Silber seit dem Altertum zur Herstellung von Schmuck und Münzen in Gebrauch. Zu den Edelmetallen im klassischen Sinn gehören Gold, Silber und die Platinmetalle. Auf den Weltmärkten spielen heute vor allem Gold, Silber, Platin und Palladium eine Rolle. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Siehe auch: Gold, Silber

Eigenkapital = Eigenkapital ist umgangssprachlich das Geld bzw. das Vermögen, welches du dir selbst aufgebaut hast – es gehört dir selbst. Eigenkapital ist eigenes Kapital.

Siehe zum Vergleich: Fremdkapital

Emission = Als Emission wird die Ausgabe neuer Wertpapiere bezeichnet. Diesen Begriff hört man öfters in den Medien. Die Firmen machen das, um sich neues Geld zu beschaffen. Es werden Aktien ausgegeben, also z. B. an der Börse an Anleger verkauft. Das Geld bekommt die Firma und kann somit weiter investieren und weiter wachsen.

Eröffnungskurs = Der Eröffnungskurs ist der erste Börsenkurs des Tages eines Wertpapiers.

ETF = ETF bedeutet „exchange-traded fund“, übersetzt „börsengehandelter Fonds“. Bei einem ETF wird ein Index nachgebildet. Dies ist auch der Unterschied zu einem Investmentfonds. Dort entscheidet ein Manager, welche Wertpapiere ausgewählt werden.

Beispiel: ETF auf den DAX (den Deutschen Aktienindex): Der ETF ist genauso zusammengesetzt wie der DAX selbst. Steigt der DAX, dann steigt auch der ETF in dem fast gleichem Ausmaß an. Fällt der DAX dann fällt auch der ETF auf den DAX. Ein ETF besteht aus allen Aktien, die sich auch im DAX befinden – in der gleichen Gewichtung.

Siehe zum Vergleich: Fonds – oder siehe auch: DAX
6

Fälligkeitstag = Der Fälligkeitstag ist die terminlich letzte Möglichkeit, unter anderem Derivate (wie Optionen, Optionsscheine, Zertifikate etc.) zu handeln (kaufen und verkaufen) oder auszuüben (Einforderung seiner Rechte). Nach diesem Termin ist die Option verfallen.

Siehe auch: Restlaufzeit

FeingehaltDer Begriff Feingehalt wird oft im Bereich der Edelmetalle verwendet und gibt an, wie hoch der Anteil des Edelmetalls ist. Er wird in Promille, also in Tausendstel des Gesamtgewichts angegeben. Bei der Herstellung werden oft andere Materialien zugemischt. Das hat unter anderem chemische und physikalische Gründe, wie zum Beispiel  zur Erreichung einer besseren Widerstandsfähigkeit. Je höher der Anteil des Edelmetalls in einem Schmuckstück, einer Münze etc. ist, desto höher ist der Feingehalt und desto mehr ist es in der Regel wert. Bei vielen Edelmetallen ist ein Feingehalt von 999,9 ‰ dabei die höchste erhältliche Reinheit. 

Siehe auch: Reinheitsgrad

Feinunze = Die Feinunze wird vor allem als Gewichtseinheit für Edelmetalle genutzt. Es handelt sich um 31,1 Gramm.

Siehe zum Vergleich: Unze und siehe auch: Gold, Silber

FIBOR = FIBOR ist die Abkürzung für „Frankfurt Interbank Offered Rate“. Das ist der Zinssatz aus dem Frankfurter Interbankenhandel, der oft als Referenzzins für Anleihen dient.

Flop = Wie auch im richtigen Leben trifft man nicht immer die richtige Entscheidung. Das kann auch mal bei einer Anlage in Aktien passieren. Bringt die Aktien kontinuierlich Verluste, kann man dies als Flop bezeichnen.

Fonds = Ein Fonds sammelt Geld von vielen Kleinanlegern ein und investiert dieses Geld dann z. B. an der Börse. Je nach Fonds erfolgt die Investion in verschiedene Wertpapier oder Anlageklassen. Daran wird der Fonds unterschieden – zum Beispiel in Investmentfonds oder Immobilienfonds. Die Auswahl der Wertpapiere oder Anlageklassen trifft ein Manager. Bei einem Fonds entstehen Kosten (Gebühren), welche abhängig vom Fonds unterschiedlich hoch sind.

Siehe zum Vergleich: ETF

Free Float = Free Float ist der Streubesitz. Das sind alle Aktien eines Unternehmens, die frei gehandelt werden können. Diese kannst Du an der Börse kaufen und verkaufen. Im Gegensatz dazu gibt es Aktien, die hat sich das Unternehmen selbst behält und/ oder im Besitz von Großaktionären ist.

Siehe auch: Aktien

Fremdkapital = Fremdkapital ist Geld bzw. ein Teil deines Vermögens, dass du dir von jemandem geliehen bzw. bekommen hast. Das Fremdkapital musst du in der Regel auch irgendwann wieder zurück geben. In der Zwischenzeit kannst du mit dem Geld arbeiten.

Siehe zum Vergleich: Eigenkapital

Freundlicher Markt = Von einem freundlichen Markt spricht man, wenn die Stimmung an den Märkten gut ist und die Kurse steigen. Optimalerweise wird dies mit ausreichend hohem Umsatz begleitet.

Fund of funds = Dabei handelt es sich um einen Dachfonds. Also einen Fonds von Fonds. Die Schreibweise mit „u“ ist englisch. 

7

GAP = Ein Gap bezeichnet eine Kurslücke in einem Aktienchart. D.h., dass der erste Kurs eines Handelstages (Eröffnungskurs) wesentlich über oder unter dem Schlusskurs des Vortages liegt.

Geldkurs = Der Geldkurs ist der Kurs bzw. der Preis, für den Anleger bereit sind, eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren (wie Aktien) zu kaufen. Der Geldkurs richtet sich also auch nach Angebot und Nachfrage.

Siehe zum Vergleich: Briefkurs

GeldwertGeldwerte sind geldähnliche Werte, wie Guthaben auf dem Konto, Bargeld, Versicherungsguthaben, Rentenansprüche, etc. Geldwerte sind substantiell nicht hinterlegt oder gesichert – sprich hinter Geldwerten befindet sich kein Wert, den du anfassen kannst.

Beispiel: Der eigentliche Wert eines 100-Euro-Scheines beträgt nur ein paar Cent. (Wert des Papiers) Erst das Vertrauen der Menschen darin, dass sie für diese 100 Euro bestimmte Produkte und Dienstleistungen bekommen, macht den Wert des Geldscheines aus. Die Kaufkraft dieses Geldscheines sinkt durch die Inflation kontinuierlich. Bei einer Inflationsrate von z. B. 3 % muss dieses Geld mindestens 3 % an Rendite erwirtschaften, um die Kaufkraft zumindest zu erhalten. Renten- oder Versicherungsansprüche von z. B. aktuell 1.000 Euro haben bei 3 % Inflation in 25 Jahren nur noch einen Wert von 477 Euro. 

Siehe zum Vergleich: Sachwert

Gewinnmitnahme = Die Gewinnmitnahme ist die Realisierung von Kursgewinnen durch einen Verkauf. Ist der Kurs deiner Aktien gestiegen und du bist somit im Gewinn? Wenn du deine Aktien dann verkaufst, hast du den Gewinn somit „mitgenommen“.

Siehe auch: Wiederanlage

Glattstellen = Glattstellen heißt, dass du deine Wertpapierposition verkaufst. Dadurch kannst du deinen Gewinn oder auch Verlust realisieren.

Gold = Gold ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Au. (lateinisch aurum) Es wird in der Chemie auch als Münzmetall bezeichnet.⠀Gold wird seit Jahrtausenden für rituelle Gegenstände und Schmuck, sowie seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. in Form von Goldmünzen als Zahlungsmittel genutzt. Es wird zudem als Lebensmittelzusatzstoff mit der E-Nummer E175 verwendet. Weiterhin wird aus Gold z. B. Schmuck hergestellt. Goldmünzen und Goldbarren stehen dem privaten Investor als Geldanlage zur Verfügung. Eine Krügerrand-Goldmünze hat 1967 umgerechnet 18 Euro je Unze gekostet. Aktuell steht der Kurs bei über 1.500 Euro je Unze. Zentralbanken und Staaten horten Gold in sehr großen Mengen. Die Zentralbanken nutzen Gold für die Stabilisierung ihrer Währung und als Schutz vor geopolitischen Risiken.⠀⠀⠀⠀

Siehe zum Vergleich: Silber und siehe auch: Edelmetalle ⠀⠀
8
Handel = Der Handel wird auch als Trading bezeichnet. Es ist der Kauf und Verkauf von Wertpapieren und weiteren Finanzinstrumenten.

Handelsvolumen = Das Handelsvolumen bezeichnet die Summe, wie viel an einem Tag an der Börse gehandelt worden ist. Das Handelsvolumen wird auch als Umsatz bezeichnet. Man rechnet zusammen, wie viele Euros oder Dollars zum Beispiel „umgesetzt“ wurden. Dafür nimmt man den aktuellen Kurswert einer jeden gehandelten Aktie und multipliziert diesen mit den gehandelten Stückzahlen der Aktien. Da kommen schnell mal ein paar Milliarden (je nach Index) zusammen. Aufs Jahr gesehen sogar Billionen.

Hauptversammlung = In der Regel lädt jede Aktiengesellschaft seine Aktionäre einmal im Jahr zu einem Treffen ein. Dieses Treffen wird als Hauptversammlung bezeichnet. Jeder Aktionär – der stimmberechtigte Aktien im Depot hat – kann bei so einer Hauptversammlung teilnehmen. Bei der Hauptversammlung werden zahlreiche Beschlüsse gefasst und Entscheidungen getroffen – wie zum Beispiel, ob Dividenden ausgezahlt werden und in welcher Höhe. Diese Entscheidungen sind wichtig für die Zukunft des Unternehmens.

Siehe auch: Dividende, Aktien, Stimmrecht

Hausse = Hausse ist eine aus dem französischen übernommene Bezeichnung und seht für eine über längeren Zeitraum anhaltende (starke) Aufwärtsbewegung an der Börse.

Siehe zum Vergleich: Baisse

Hebel = Unter Hebel versteht man im Börsenhandel eine Möglichkeit mit mehr Geld zu handeln, als man selbst tatsächlich besitzt. Einige Broker bieten diese Möglichkeit an, dass der Anleger mit „Hebel“ investieren kann. Das heisst, dass du beispielsweise 10.000 € einbezahlst und mit bei einem Hebel von vier dann 40.000 € zum Handeln zur Verfügung hast. Diese zusätzlichen 30.000 € stellt dir der Broker zur Verfügung. Handeln mit Hebel bietet große Chancen, aber hat auch große Risiken. Investierst du 40.000 € und erzielst 25 % Rendite (also 10.000 Euro), dann hast du dein Kapital verdoppelt. Machst du aber 25 % Verlust, dann sind deine kompletten 10.000 € weg. 

Bei Optionsgeschäften besagt ein Hebel 4, dass die Option 4 mal so stark reagiert, wie der Basiswert. Das gilt für Kursanstiege, sowie auch für Kursverluste. 

Hedging = Hedging bezeichnet die Risikobegrenzung. Dafür gibt es verschiedene Strategien/Möglichkeiten.

Beispiel: Du hast Aktien zum Stückpreis von 100 Euro gekauft. Der Aktienkurs fällt anschließend auf 50 Euro. Hast Du Dich beispielsweise bei 90 Euro abgesichert, kannst Du die Aktien für 90 Euro verkaufen, obwohl der Börsenkurs bei 50 Euro steht.

Dieses Hedging kostet Geld – wie bei einer normalen Versicherung auch. Wie hoch dieser Betrag ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Viele „große Investoren“ nutzen das Hedging (die Absicherung), um ihr Depot vor größeren Schäden zu bewahren. Auch Kleinanleger können diese Absicherungen nutzen.

9

Inflation = Die Inflation ist der Wertverlust von Geld, bzw. die Verteuerung von Produkten und Dienstleistungen. Angenommen du kaufst heute etwas für 1.000 Euro. Bei einer Inflationsrate von 3 % kostet genau das selbe in 10 Jahren schon 1.340 Euro. Wenn du also Bargeld oder Geld auf dem Konto hast wird dieses Geld immer weniger wert. Die Kaufkraft sinkt. Zum Schutz vor dieser Geldentwertung ist es sinnvoll, in geeignete Sachwerte zu investieren, welche diesen Kaufkraftverlust ausgleichen und somit einen Inflationsschutz bieten. 

Siehe auch: Sachwert

Inflationsrate = Die Inflationsrate ist der Prozentsatz, zu wieviel die Produkte und Dienstleistungen jedes Jahr teurer werden. Dass die Preise für Produkte und Dienstleistungen ständig steigen siehst du vor allem bei deinen Einkäufen. Das statistische Bundesamt berechnet diese Steigerung monatlich. Es wird dann veröffentlicht, wie viel Prozent die Verbraucherpreise gestiegen sind. Das statistische Bundesamt stellt einen fiktiven Warenkorb zusammen. Dieser enthält zahlreiche Produkte und Dienstleistungen, welche der durchschnittliche Konsument kauft/in Anspruch nimmt. Anhand der Preissteigerungen der einzelnen Posten im Warenkorb wird die durchschnittliche Inflationsrate ermittelt. 

Siehe zum Vergleich: Inflation, siehe auch: Inflationsschutz

Inflationsschutz = Der Inflationsschutz sind Renditen von Investitionen, die über der aktuellen Inflation liegen und somit für mindestens einen Werterhalt sorgen. Zum Schutz vor dieser Geldentwertung ist es sinnvoll, in geeignete Sachwerte zu investieren, welche diesen Kaufkraftverlust ausgleichen.

Beispiel: Mit einer Unze Gold (Sachwert) konnte man sich vor 2.000 Jahren maßgeschneidert einkleiden. Heute ist dies auch noch der Fall. Die Kaufkraft ist also gleich geblieben. Der Wertverlust des Geldes wurde durch den Wertzuwachs des Sachwerts ausgeglichen. 

Siehe zum Vergleich: Inflation und Inflationsrate

Innerer WertDen inneren Wert findet man z. B. bei Optionsgeschäften. Der innere Wert ist der Zufluss an Geld, welchen du bei Ausübung der Option sofort erzielst.

Beispiel: Die xy-Aktie kostet aktuell 100 €. Du kaufst einen Put zu einem Ausübungspreis von 90 €. Das heisst, du kaufst dir das Recht, die Aktie für 90 € (zum Beispiel 10 € unter dem aktuellen Kurs) zu kaufen. Der innere Wert ist somit 10 €, da du bei der Ausübung sofort 10 € „Gewinn“ machen würdest. Das ist aber kein geschenktes Geld, weil diese Put-Option beim Kauf mehr als 10 € kostet. Kostet die Put-Option z. B. 12 €, dann sind 10 € der innere Wert und 2 € der Zeitwert. 

Insider = Insider sind Personen die bereits Kenntnis über bestimmte Informationen haben, bevor diese veröffentlicht werden.

Siehe auch: Insidergeschäft

Insidergeschäfte = Bei einem Insidergeschäft verkauft ein Insider bestimmte Informationen – damit der Käufe bestimmte Vorteile gegenüber anderen hat. Insidergeschäfte sind jedoch verboten.

Beispiel: Jemand sitzt im Vorstand einer großen Firma und trifft wichtige Entscheidungen. Angenommen nach Veröffentlichung wird sich der Börsenkurs wegen dieser Entscheidung verändern. Dieser Vorstand (ein Insider) darf vor Veröffentlichung dieser wichtigen Informationen selbst diesbezüglich keine Börsengeschäfte machen und diese Informationen vorab auch nicht weitergeben. Dieser Informationsvorteil darf somit nicht verwendet bzw. zu Geld gemacht werden.

Insolvenz = Insolvenz ist, wenn ein Unternehmen nicht mehr in der Lage ist, seinen fälligen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen (Zahlungsunfähigkeit) und sich diese Situation in absehbarer Zeit auch nicht ändern wird. Dann ist das Unternehmen vereinfacht ausgedrückt insolvent. Oft sind diese Firmen dann auch überschuldet. Ist eine Firma insolvent, wird ein Insolvenzverfahren eröffnet.

Siehe auch: Liquidität

Institutionelle Anleger = Institutionelle Anleger sind professionelle Großanleger, die sehr viel Geld verwalten. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Investmentfonds, Versicherungen, Pensionskassen etc. Nicht selten geht es dabei um mehrere Milliarden Euro.

Interimsdividende = Bei der Interimsdividende handelt es sich um Dividenden, welche bereits während des Geschäftsjahres ausgeschüttet werden. Diese Interimsdividenden sind in den USA üblich. Dort wird die Dividende in vier Auszahlungen ausgeschüttet. In der Regel bleibt die Höhe der Beträge für jedes Quartal gleich.

Siehe auch: Quartalsdividende

ISIN = ISIN ist ein zwölfstelliger Code zur eindeutigen Kennzeichnung von Wertpapieren. Die ISIN ist vergleichbar mit der ISBN-Nummer bei Büchern oder der IBAN-Nummer bei Geldüberweisungen. Die ISIN erleichtert den internationalen Handel. Wie bei der IBAN steht vorne z. B. DE für Deutschland. Die nächsten 9 Ziffern ist in Deutschland die nationale Wertpapier-Kennnummer und die letzte Zahl ist eine Prüfziffer, um versehentliche Zahlendreher zu vermeiden.

10
11

Kapital = Kapital ist umgangssprachlich das Geld bzw. das Vermögen, welches du zur Verfügung hast und damit arbeiten kannst.

Siehe auch: Eigenkapital, Fremdkapital

Kapitalflucht = Als Kapitalflucht wird es bezeichnet, wenn Anleger ihr Geld – unter bestimmten Voraussetzungen – ins Ausland transferieren. Einige Gründe können sein: politische Veränderungen und somit der Wunsch nach mehr Sicherheit und Stabilität, Änderung der Besteuerung, mehr Rendite bei ausländischen Investments etc.

Kapitalmarktzins = Bei einem Kapialmarktzins handelt es sich um den Zinssatz, den man bei der Inanspruchnahme von längerfristigen Krediten zu zahlen hat.

Kaufsignal = Kaufsignal ist ein Begriff aus der technischen Analyse. Es gibt verschiedene Indikatoren, die ein Kaufsignal anzeigen können.

Beispiel: Durchbricht der Kurs eine Widerstandslinie nach oben kann das als Kaufsignal gewertet werden. Der Kurs ist oft an dieser Widerstandlinie gescheitert, nun läuft er durch. Es gibt noch viele weitere Linien, Formationen etc., die als Kaufsignal interpretiert werden können.

Siehe auch: Retracement

Konsumwerte (im Bereich der Börse) = Konsumswerte sind Aktien von Herstellern von Konsumsartikeln, wie z. B. Lebensmittel, Kosmetik, Haushaltsartikel etc. – alles Dinge des täglichen Bedarfs. Diese Konsumswerte sind bei Anlegern in der Regel sehr beliebt. Denn egal, wie die wirtschaftliche Lage gerade ist, diese Produkte braucht jeder – somit werden die Menschen diese Produkte auch weierhin kaufen. Jeder muss z. B. etwas essen oder braucht Hygieneartikel. Deshalb werden diese Firmen immer ihren Umsatz machen.

Konzern = Bei einem Konzern handelt es sich um den Zusammenschluss von mehreren Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit. Oft kennt man nur den Konzernnamen. Es ist üblich, dass ein großer Konzern aus vielen eigenständigen Unternehmen besteht.

Beispiel: Die vom Konzern produzierten Produkte werden ausgeliefert. Dafür gibt es ein eigenes gegründetes Logistikunternehmen. Dieses Logistikunternehmen ist ein in sich geschlossenes Unternehmen, gehört aber eigentlich zum großen Konzern. So verhält es sich meistens mit sehr vielen Teilbereichen eines Konzerns – sei es ein bestimmter Arbeitsschritt, Produktbereich, Preissegment oder ähnliches.

Kursgewinn = Kursgewinne hast du erzielt, wenn du deine Aktien zu einem günstigeren Preis eingekauft hast, als sie aktuell wert sind. Du hättest bei einem Verkauf Geld verdient.

Siehe zum Vergleich: Buchgewinn

Kurswert = Der Kurswert bezeichnet den aktuellen Preis, zu dem z. B. eine Aktie aktuell an der Börse gehandelt wird. Dieser Preis kann sich sekündlich ändern.

Siehe auch: Buchwert

Kurzläufer = Als Kurzläufer werden Anleihen mit kurzer Restlaufzeit (bis etwa 3 Jahren) genannt.  Es werden sogar manchmal Anleihen herausgegeben, die grundsätzlich nur eine sehr kurze Laufzeit haben.

Siehe zum Vergleich: Langläufer
12

Langläufer = Langläufer sind Anleihen mit sehr langer Restlaufzeit – teilweise 10 Jahre und länger.

Siehe zum Vergleich: Kurzläufer

Leerverkauf = Bei einem Leerverkauf verkaufst du Aktien, die du überhaupt nicht besitzt und bekommst dafür das Geld. Die Aktien leihst du dir z. B. vom Broker. Es wird darauf spekuliert, die Aktien später billiger zurück kaufen zu können. Es ist also eine Spekulation auf fallende Aktienkurse.⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Leitbörse = Es gibt weltweit sehr wichtige und weniger wichtige Börsen. Die wichtigen Börsen können andere beeinflussen und werden daher als Leitbörse bezeichnet. Kommt es hier zu Kursveränderungen ziehen die anderen Börsen oft nach. Die wichtigste Leitbörse ist dabei die NYSE (New York Stock Exchange). Viele schauen auf die NYSE und reagieren entsprechend den „Vorgaben“ der New Yorker Börse. Auch der japanische NIKKEI hat eine Aussagekraft. Der DAX hingegen spielt international keine herausragend wichtige Rolle.

Liquidität = Wenn ein Unternehmen Liquidität hat, dann ist es in der Lage, allen fälligen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Liquide an der Börse zu sein heißt, dass du noch ungebundenes Kapital auf der Seite hast, welches du investieren kannst. Das ist sehr spannend, wenn die Kurse nach unten gehen. Wenn du dann genügend Kapital, also Liquidität hast, dann kannst du Aktien zu günstigen Preisen einkaufen.

Siehe auch: Insolvenz
13
Marktkapitalisierung = Die Marktkapitalisierung bezeichnet den Börsenwert eines Unternehmens. Zur Berechnung der Marktkapitalisierung eines an der Börse gelisteten Unternehmens multipliziert man die Anzahl der Aktien mit dem aktuellen Börsenpreis. So viel ist das Unternehmen an der Börse folglich wert. 

Monatsultimo = Monatsultimo ist die Bezeichnung für den letzten Börsenhandelstag des Monats. (auch Ultimo genannt)

14

Nachfrage = Eine Nachfrage entsteht, wenn Menschen bereit sind, Geld für ein bestimmtes Produkt, eine bestimmte Dienstleistung etc. zu bezahlen. Ist der Nachfragende auch mit dem Preis des Anbieters einverstanden, kommt es in der Regel zum Kaufabschluss / zur Beauftragung etc. Vereinfacht gesagt, sorgt im Bereich der Börse eine hohe Nachfrage dafür, dass der Börsenkurs eines Wertpapiers steigt. Der Kurs steigt so hoch, bis bestehende Wertpapierinhaber bereit sind, ihre Wertpapiere zu verkaufen und die Nachfrage abdecken (bedienen).

Siehe zum Vergleich: Angebot

Nachschusspflicht = Nachschusspflicht bedeutet, dass du verpflichtet bist, weiteres Geld zu investieren/ „nachzuschießen“ – ob du es willst oder nicht. Bei Investitionen solltest du daher darauf achten, dass diese keine Nachschusspflicht haben. In bestimmten Fällen kann es sein, dass du zusätzlich zu deinem bereits investierten Geld weiteres Geld nachschießen musst, wie im Falle einer Insolvenz, bei Liquiditätsproblemen, etc. Diese Summen können begrenzt oder unbegrenzt sein. Das heisst, dein Risiko ist nicht nur der Totalverlust deines eingesetzten Geldes, sondern geht auch noch darüber hinaus. Die Nachschusspflicht findest du vor allem im Handel mit CFDs oder Futures – wobei die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) 2017 diese beim Handel mit CFDs beim Privatanleger verboten hat. 

Nebenwerte = Bei Nebenwerten handelt es sich um Aktien von jüngeren Unternehmen bzw. kleineren Unternehmen. Diese sind oft national und/oder international sehr wenig bekannt und finden im Gegensatz zu den großen Unternehmen keine bis wenig Beachtung.

Siehe auch: Penny Stock

NEMAX = Der NEMAX war ab 1999 bis 2003 ein Index. Er umfasste die 50 Aktien mit der höchsten Marktkapitalisierung, welche im Index des Neuen Marktes gelistet waren. Mit der Abschaffung des Neuen Marktes verschwand auch der NEMAX wieder.

Neuer Markt = Der Neue Markt war ein „Index“, ein Handelssegment, welches am 10. März 1997 gegründet wurde. Ziel war es, dass dort wachstumsstarke deutsche Aktien emittiert (an die Börse gebracht) wurden. Es durften nur Stammaktien sein und mindestens 50 % mussten aus einer Kapitalerhöhung stammen. Eine quartalsmäßige Berichterstattung war verpflichtend. Der Neue Markt wurde 2003 wieder abgeschafft. Nach anfänglichen Kursexplosionen kam es in der Folge zu extremsten Kursverlusten. Viele Anleger haben sehr viel Geld verloren.

Siehe auch: NEMAX
15
Off-Market = Off-Market bezeichnet die Abwicklung von Geschäften außerhalb offizieller Handelsplattformen oder beim Wertpapierhandel außerhalb der offiziellen Börsen/ Börsenöffnungszeiten. Beim Immobiliengeschäften wird z. B. das Haus nicht offiziell angeboten, sondern wechselt „unter der Hand“ den Besitzer. Dies kann zum einen finanzielle Vorteile bringen. Zum anderen ist auch Vorsicht geboten, weil die Preise vom Markt/ von der Börse nicht reguliert sind. 

Siehe auch: Börse 

OrdermaskeDie Ordermaske ist eine Art Online-Formular für den Börsenhandel. Wenn z. B. Aktien gekauft werden sollen, können dort selbstständig die gewünschten Vorgaben eintragen werden. Dabei legst du unter anderem den Preis fest, den Zeitraum, wie lange der Kaufauftrag gültig ist, die Anzahl der Wertpapiere, etc. Diese Daten gibst du in die Ordermaske ein. Nach Bestätigung der Eingabe werden die Daten an den Broker übermittelt. Wenn alle gewünschten Voraussetzungen erfüllt sind, wird der Kaufauftrag ausgeführt. 

16

Penny Stock = Penny Stock ist vor allem in den USA ein gängiger Begriff. Penny Stock bezeichnet Aktien, die sehr wenig wert sind. Oft kosten diese Aktien nur ein paar Cent. Klingt im ersten Moment gut, wenn der Preis niedrig ist. Es handelt sich jedoch dabei, um hochspekulative Wertpapiere wie z. B. kleinerer Unternehmen. Oder Firmen, die massivste Kursverluste erlitten haben. Es hat einen Grund, warum diese Aktien so günstig sind – weil diese Aktien niemand haben möchte. Hier ist absolute Vorsicht geboten.

Siehe auch: Nebenwerte

Performance = Performance ist die Wertentwicklung einer Anlage – gemessen über einen bestimmten Zeitraum.

Beispiel: Du hast 10.000 Euro angelegt und nach einem Jahr sind daraus 11.000 Euro geworden. Deine Performance – also die Wertentwicklung – beträgt 10 % oder 1.000 Euro.

Siehe auch: Underperformance

Portfolio = Der Begriff Portfolio wird sehr oft in unterschiedlichen Bereichen verwendet. Gemeint ist damit eine Sammlung bzw. ein Bestand. Ein Wertpapierportfolio besteht zum Beispiel aus mehreren verschiedenen Wertpapieren. Ein Vermögensportfolio hingegen besteht aus allen deinen Vermögenswerten, wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien und Kunst.

Präsenzbörse = In der heutigen Zeit werden Börsengeschäfte über Computer abgewickelt. Das Gegenteil zum Computerhandel ist der Handel von Mensch zu Mensch im Börsengebäude. Das wäre dann eine so genannte Präsenzbörse. Diese gab es früher.

Siehe auch: Leitbörse
17

Quartalsdividende = In Deutschland wird die Dividende in der Regel einmal im Jahr ausgeschüttet. In den USA bekommen die Anleger hingegen vier mal im Jahr eine Dividende. Also einmal im Quartal, deshalb wird es auch Quartalsdividende bezeichnet. In den USA bekommt man aber nicht viermal soviel Dividende, sondern die Jahresdividende wird einfach nur durch vier geteilt und vier Mal im Jahr ausbezahlt.

Siehe auch: Dividende, Interimsdividende
18
Ralley = In den Medien hört man oft das Wort Rallye. Davon spricht man, wenn die Aktienkurse schnell und stark steigen.

Realisierung = Wenn du deine Gewinne sichern möchtest, dann muss du deine Wertpapierposition glattstellen. Glattstellen heißt: du muss verkaufen. Du realisierst also deinen Gewinn. Solange du deine Wertpapiere nicht verkaufst, hast du auch deinen Gewinn nicht realisiert – sondern ihn nur theoretisch im Depot stehen. Das gleiche gilt auch bei Verlusten. Du kannst durch den Verkauf auch Verluste realisieren. Für beides gilt, dass du an einer zukünftigen Kursentwicklung nicht mehr teilhast.

Siehe auch: Gewinnmitnahme

ReinheitsgradDer Reinheitsgrad bezeichnet die Reinheit eines Stoffes. Je weniger „Verunreinigungen“ enthalten sind, desto reiner ist der Stoff. Der Begriff wird in verschiedenen Bereichen verwendet.

Siehe auch: Feingehalt

Renten = Renten (auch als Rentenpapiere bezeichnet) sind festverzinsliche Wertpapiere. Bei diesen bekommt man regelmäßige Zinszahlungen, also eine Art Rente. Die Höhe der Zinszahlung ist im Voraus bekannt. Das heisst, du kannst genau kalkulieren, wie viele Euros du zu welchem Datum ausbezahlt bekommst.

Siehe auch: Rentenmarkt

Rentenmarkt = Der Rentenmarkt ist Teil des Kapitalmarktes – wo speziell Rentenpapiere gehandelt werden. Es handelt sich um den börsengeregelten Handel von festverzinslichen Wertpapieren. Du kannst am Rentenmarkt ganz normal festverzinsliche Wertpapiere kaufen und verkaufen. Die Preise richten sich auch hier unter anderem nach Angebot und Nachfrage.

Repo = Repo ist die Abkürzung für „Repurchase Agreement“. Der Verkäufer von Wertpapieren verpflichtet sich zum Rückkauf dieser Wertpapiere zu einem zukünftigen Zeitpunkt.

Repurchase Agreement = Repurchase Agreement wird mit Repo abgekürzt. Dabei verpflichtet sich der Verkäufer von Wertpapieren diese zu einem zukünftigen Zeitpunkt zurück zu kaufen.

Research = Beim Research analysiert man Firmen und stellt entsprechende Nachforschungen an. Man überprüft die fundamentalen Kennzahlen und andere Werte – um am Ende  für sich selbst eine Einschätzung vorzunehmen. Hauptziel ist es, eine an der Börse unterbewertete Firma zu finden. Nach der eigenen Meinung sollte der Börsenkurs dieser Firma bzw. dieser Aktie höher stehen als er gerade ist. Hier wird dann investiert, um von Chancen auf eine Kurssteigerung zu profitieren

Siehe auch: Stock Picking 

Restlaufzeit = Die Restlaufzeit ist Zeitraum bis zur Rückzahlung z. B. einer Anleihe. Es kann aber auch der Zeitraum sein bis zum Verfall von Rechten oder Pflichten aus Optionsgeschäften (Optionen und Optionsscheine). Die Restlaufzeit ist wichtig bei der Berechnung des Wertes bzw. des Restwertes. Bei Optionen: je länger die Restlaufzeit desto höher der verbleibende Zeitwert.

Retracement = Retracement ist ein Begriff auf der technischen Analyse. Das Retracement ist, die auf eine starke Kursbewegung folgende Reaktion in die entgegengesetzte Kursrichtung. Auf eine Gegenbewegung kann z. B. die Wiederaufnahme des ursprünglichen Trends folgen. Bekannt sind auch die Fibonacci-Retracements.

Siehe auch: Kaufsignale
19
Sachwert = Unter Sachwerten versteht man grundsätzlich Gegenstände, welche man anfassen kann und einen Wert haben. Aber auch Grundstücke, Aktien, etc. sind Sachwerte. Dies sind zwar keine Gegenstände, es steckt jedoch (im Gegensatz zu Geldwerten) ein substantieller Vermögenswert dahinter. Der Bereich der Sachwerte ist sehr vielfältig. Bestimmte Sachwerte sind inflationsgeschützt. Steigen die Preise allgemein an, dann steigt auch der Preis dieser Sachwerte und gleicht den Preisanstieg somit aus. 

Siehe zum Vergleich: Geldwert

Salami-Crash = Salami-Crash ist ein deutlicher Kursrückgang, welcher nicht in Form von heftigen Verlusten binnen weniger Tage statt findet. Der Kursrückgang zieht sich über einen längeren Zeitraum hin. Er verläuft quasi scheibchenweise. Deshalb der scherzhaft gemeinte Ausdruck „Salami-Crash“.

SammlerwertBestimmte Gegenstände wie z. B. Briefmarken, Münzen, Bücher, Oldtimer,  Comics werden gesammelt, weil sich der Sammler davon eine Wertsteigerung verspricht. Der Sammlerwert ist der aktuelle Wert dieser Gegenstände (über den eigentlichen Materialwert), welcher sich bei einem Verkauf erzielen lässt. Der Preis wird über Angebot und Nachfrage bestimmt. Je seltener und gefragter etwas ist, desto höher ist der Preis. Selten sind z. B. Fehlprägungen / Fehldrucke, Unikate, sehr geringe Stückzahlen etc.  Je mehr dieser Gegenstände im Umlauf sind, desto geringer ist in der Regel der Preis. Es gibt z. B. auch Kataloge mit aktuellen Preisen, welche der Sammler als Richtwert verwenden kann.

Siehe auch: Edelmetalle

Schwarze Null = Ein Unternehmen hat eine „Schwarze Null“ erwirtschaftet, wenn es weder Gewinn noch Verlust erzielt hat. Gewinne und Verluste sind ausgeglichen.

Silber = Silber ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ag. (lateinisch argenti / argentum) Es zählt zu den „Übergangsmetallen“. Es ist ein weiches, gut verformbares Schwermetall mit der höchsten elektrischen Leitfähigkeit und der höchsten thermischen Leitfähigkeit aller Metalle. Silber wird von den Menschen seit etwa 7.000 Jahren verarbeitet und war zeitweise sogar wertvoller als Gold. Heutzutage werden ca. 80 % aller geförderten Silbervorkommen in der Industrie etc. verbraucht. Es gibt über 43.000 Anwendungen, bei denen dieses begehrte Edelmetall verwendet wird. Auch ist es als Investment sehr gefragt. Hier vor allem in Form von Münzen und Barren.⠀

Siehe zum Vergleich: Gold und siehe auch: Edelmetalle⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

SpreadSpread nennt man die Differenz zwischen dem Ankaufskurs und dem Verkaufskurs. Das heisst: Du kaufst eine Aktie für 100 Euro. Würdest du diese sofort wieder verkaufen, dann bekommst du z. B. nur noch 99,90 Euro dafür, obwohl sich der Aktienkurs nicht geändert hat. Diese 10 Cent sind der Spread. Dieser Spread ist u. a. der Verdienst des Brokers, zusätzlich zu den An- und Verkaufsgebühren. Das heisst, dass der Börsenkurs erst mal entsprechend steigen muss, damit du „Plus-Minus-Null“ bist. 

Stammaktie = Bei der Stammaktie handelt es sich um eine Aktie, welche dem Besitzer gewisse Aktionärsrechte einräumt. Diese Rechte sind im Aktiengesetz definiert. Vor allem das Stimmrecht auf der Hauptversammlung wird davon umfasst.

Stimmrecht = Das Stimmrecht ist ein wesentliches Recht von Aktionären. Mit dem Stimmrecht kann man über die Belange der Firma mitentscheiden. Je mehr stimmberechtigte Aktien ein Anleger im Depot hat, desto mehr Stimmen hat dieser bei der Hauptversammlung.  Dieses Stimmrecht kann auch auf einen anderen übertragen werden.

Siehe auch: Hauptversammlung

Stock Picking = Stock Picking ist ein englischer Ausdruck und bedeutet, sich Aktien herauszupicken. Der Anleger entscheidet, welche Kriterien eine Aktie haben sollte, in die er investieren würde. Kriterien könnten dabei zum Beispiel sein: Dividendenrendite, Gewinnaussichten, Preis, Branche oder ähnliches. Der Anleger schaut sich die Aktien an und gleicht sie mit seinen Kriterien ab. Er kauft dann auch nur Aktien, die seinen Kriterien entsprechen.

Siehe auch: Research

Stop LossDer Stop Loss ist beim Wertpapierhandel ein Verkaufsauftrag. Wenn der Anleger Verluste verhindern oder Gewinne sichern möchte, kann er eine Stop-Loss-Order aufgeben.

Beispiel: Max hat xy-Aktien im Depot. Der Aktienkurs steht bei 100 Euro. Er möchte unbedingt, dass sein Investment 90 Euro an Wert behält. Das heisst, wenn der Aktienkurs unter 90 fällt, will Max alle Aktien verkaufen. Da er nicht ständig die Kurse verfolgen kann, erteilt Max eine Stop-Loss-Order. Fallen die Aktien unter 90 Euro, werden seine Aktien automatisch verkauft.

Wichtig zu wissen: Der Verkaufsauftrag wird „bestens“ erteilt. Das heißt, dass die Aktien zum nächsten, handelbaren Kurs verkauft werden. Dieser kann auch deutlich unter 90 Euro liegen. Dreht der Kurs anschließend wieder, kann Max vom Kursanstieg nicht mehr profitieren, weil seine Aktien verkauft wurden. 

Streubesitz = Der Streubesitz wird auch als Free Float bezeichnet. Das sind alle Aktien eines Unternehmens, die frei gehandelt werden können. Diese kannst Du an der Börse kaufen und verkaufen. Im Gegensatz dazu gibt es Aktien, die hat sich das Unternehmen selbst behält und/ oder im Besitz von Großaktionären ist.

20

Tafelgeschäft = Ein Tafelgeschäft wird unter anderem am Bankschalter „Zug um Zug“ abgewickelt. Du händigst z. B. Bargeld aus und bekommst sofort die Gegenleistung. Eine Buchung auf einem Konto erfolgt nicht.

Beispiele: Euros in Fremdwährung umtauschen, Edelmetalle (Gold, Silber etc.) mit Bargeld bezahlen.

Tagesgültig = Wenn du Wertpapiere kaufen oder verkaufen möchtest, kannst du einen tagesgültigen Auftrag erteilen. Wird der Preis – den du erzielen möchtest oder den du bereit bist nur zu zahlen – an dem Tag nicht erreicht, erlischt dieser Auftrag automatisch. Du musst dann einen neuen Auftrag erteilen.

Siehe zum Vergleich: Ultimogültig

Tilgung = Tilgung ist ein Teil der Raten, die du bei einem Kredit zurück zahlen musst. Die Rate setzt sich aus Zins und Tilgung zusammen. Dabei sind die Zinsen die Gebühren, die du für den in Anspruch genommen Kredit bezahlen musst. Mit der Tilgung zahlst du das geliehene Geld zurück.

Beispiel: Du zahlst 100 Euro monatlich zurück. Davon sind 20 Euro Zinsen – und lediglich 80 Euro Tilgung.

Siehe auch: Fremdkapital

Timing = Das Timing bezeichnet den richtigen Zeitpunkt zum Kauf von Wertpapieren bzw. den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf von Wertpapieren. Der richtige Zeitpunkt zum Kaufen wäre der tiefste Stand der Kurse (Tiefststand), der richtige Zeitpunkt zum Verkaufen wäre der höchste Stand der Kurse (Höchststand). Das richtige Timing an der Börse ist jedoch sehr schwierig.

Trader = Trader heißt übersetzt „Händler“. Das Wort Trader wird sehr oft verwendet. Grundsätzlich ist jeder der Aktien kauft und verkauft ein „Händler“. Das Wort Trader wird jedoch vor allem  für Menschen verwendet, die durch häufiges und schnelles kaufen und verkaufen Gewinne erzielen wollen. Als Trader werden weniger Menschen bezeichnet die zum Beispiel Aktien kaufen und diese jahrelang liegen lassen.

Siehe zum Vergleich: Broker

Trading = Trading bezeichnet den Handel – also den Kauf und Verkauf von Wertpapieren und weiteren Finanzinstrumenten.

Track Record = Der Track Record bezeichnet die Wertentwicklung eines Fonds bzw. die Leistung/ Performance des Fondsmanagers. Das bezieht sich auf die Vergangenheit. Gab es in der Vergangenheit einen überdurchschnittlichen Track Record, dann wird dem Fonds bzw. dem Fondsmanager dies auch in der Zukunft zugetraut. Für viele Anleger ist das ein Entscheidungskriterium für ein Investment.

Trend = Ein Trend liegt vor, wenn Aktienkurse sich über einen längeren Zeitraum immer in die gleiche Richtung bewegen. Wenn die Börse zum Beispiel ein Jahr lang immer nur nach oben gelaufen ist, dann ist ein klarer Trend nach oben zu erkennen. Oft ist es klüger „mit dem Trend“ zu handeln („the trend ist your friend“) als darauf zu spekulieren, genau den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, wenn der Markt den Trend wechselt. Das klappt so gut wie nie.

21

Überkauft = In einer Phase von stark ansteigenden Börsenkursen kann es vorkommen, dass Aktien überkauft sind. D.h. dass der tatsächliche Börsenkurs manchmal viel höher sein kann als die Aktie eigentlich wert ist. Das kann zum Beispiel an einer allgemeinen Euphorie der Anleger liegen. Diese überkauften Aktien sind anfällig für Gegenbewegungen nach unten. Die Aktien müssen nicht zwingend fallen, aber das Risiko dafür ist erhöht.

Siehe zum Vergleich: Überverkauft

Überverkauft = Vor allem nach einem Börsenabsturz – auch Crash genannt – kann eine Aktie überverkauft sein. Crasht der ganze Markt hat es nicht unbedingt etwas mit der Einzelfirma zu tun. Die Firma produziert weiter, verkauft weiter und der Aktienkurs wurde zu Unrecht abgestraft. Wenn sich die Situation wieder beruhigt hat, kommt es oft zu Gegenbewegungen nach oben. Die Aktienkurse erreichen dann oft wieder den tatsächlichen Wert. Wer hier clever einkauft kann eine gute Rendite erzielen. Dies ist zwar keine Garantie, hat sich in der Vergangenheit jedoch sehr oft so entwickelt.

Siehe zum Vergleich: Überkauft

Ultimo = Ultimo ist die Bezeichnung für den letzten Börsenhandelstag des Monats. (auch Monatsultimo genannt)

Ultimogültig = Ultimogültig  sind Wertpapieraufträge, die ab sofort gültig sind. Sie laufen automatisch bis Börsenschluss des letzten Börsenhandelstages des jeweiligen Monats. Anschließend werden die Aufträge automatisch gelöscht und müssen ggf. neu erteilt werden.

Siehe zum Vergleich: Tagesgültig

Umsatz = Spricht man an den Börsen von Umsatz, dann ist gemeint, wie viel an dem Tag gehandelt worden ist. Der Umsatz wird auch als Handelsvolumen bezeichnet. Man rechnet zusammen, wie viele Euros oder Dollars zum Beispiel „umgesetzt“ wurden. Dafür nimmt man den aktuellen Kurswert einer jeden gehandelten Aktie und multipliziert diesen mit den gehandelten Stückzahlen der Aktien. Da kommen schnell mal ein paar Milliarden (je nach Index) zusammen. Aufs Jahr gesehen sogar Billionen.

Underperformance = Als Underperformance wird eine Anlage bezeichnet, die über einen bestimmten Zeitraum eine geringere Rendite erzielt hat als der Vergleichsindex.

Beispiel: Du hast einen Aktienfonds gekauft, der ausschließlich in DAX-Werte investiert. Dieser Fonds hat, sagen wir, 5 % Rendite gemacht. Der DAX selbst ist aber z. B. um 8 % gestiegen. Dann nennt man das Unterperformance. Der Fonds hat weniger Rendite erwirtschaftet als der Index selbst.

Siehe auch: Performance

Unze = Die Unze ist eine Gewichtseinheit. Eine Unze sind 31,1 Gramm. Der Begriff wird hauptsächlich bei den Edelmetallen verwendet. Der Silberpreis und der Goldpreis wird dabei „je Unze“ angegeben.⠀

Siehe zum Vergleich: Feinunze   ⠀
22

Valuta = Früher benutzte man das Wort „Valuta“ für „Fremdwährung“. Im Bankensystem wird der Begriff „Valuta“ für „Wertstellung“ verwendet.

Verlustpotential = Verlustpotential ist der maximale Verlust, welcher bei einem Börsengeschäft eintreten kann. Bei Aktienkäufen, Optionsgeschäften etc. könnte es bis zum Totalverlust kommen. Diesem kann man aber durch Absicherungsstrategien entgegenwirken.

Siehe auch: Stop Loss

Vorzüge = Dabei handelt es sich, um den börsenüblichen Kurzbegriff für Vorzugsaktien.⠀

23

Wertentwicklung = Die Wertentwicklung einer Anlage – gemessen über einen bestimmten Zeitraum – wird auch als Performance bezeichnet .

Beispiel: Du hast 10.000 Euro angelegt und nach einem Jahr sind daraus 11.000 Euro geworden. Deine Wertentwicklung – also die Performance – beträgt 10 % oder 1.000 Euro.

Siehe auch: Underperformance

Wiederanlage = Wiederanlage bedeutet, dass du erhaltene Gewinnausschüttungen oder erhaltene Zinsen direkt wieder investierst und nicht andersweitig ausgibst. Auch kannst du aus einer anderen Anlage frei gewordenes Kapital wieder anlegen.

Siehe auch: Gewinnmitnahme
24
25
26
ZollfreilagerDas Zollfreilager befindet sich meist im Ausland und ist in der Regel eine Hochsicherheitsanlage. Darin werden Wertgegenstände wie z. B. Edelmetalle, Kunst, Diamanten etc. in deinem Namen eingelagert. Die Wertgegenstände gehören dir, der Betreiber des Zollfreilagers kümmert sich um die Verwahrung. Zum einen ist es bequem, zum anderen ist die Lagerung von hohen Werten zu Hause meist nicht sicher. Ein weiterer großer Vorteil: du sparst dir die Mehrwertsteuer. Du kannst z. B. physisches Silber kaufen, ohne die bis zu 19 % Mehrwertsteuer zu bezahlen. Somit kannst du fürs gleiche Geld mehr Silber kaufen. Sobald du dir jedoch die Wertgegenstände nach Deutschland ausliefern lässt, musst du die Mehrwertsteuer nachträglich bezahlen. Solange diese im Zollfreilager liegen und aus dem Zollfreilager heraus wieder verkauft werden, bleibt alles von der Mehrwertsteuer befreit.

Siehe auch: Edelmetalle